Inzwischen ist aus dem braven Grasdackel ein langhaariger Hippie geworden

... und sobald ich in der Küche das Fenster öffne und ein leichter Windstoß kommt, riecht es in der ganzen Küche total angenehm nach Curry ... von dem Currykraut am Heck des Dackels

.... nochmals Danke Ramona 

... und die Haare meines Grasdackels wachsen und wachsen ... Dank sei der Kresse 

Der Beweis ... es gibt ihn tatsächlich:

 

den GRASDACKEL

 

Ein Geschenk meiner Kollegin Ramona, die so tapfer jeden Montag dass aufisst, was am Wochenende von meinen Kochanfällen übrig geblieben ist

.... Danke

Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, warum ein Brot vom Discounter nach 4-5 Tagen in einer Plastiktüte noch immer knusprig ist und nach 1 1/2 Wochen noch immer nicht anfängt zu schimmeln? Irgendwo hängt dort sicher eine Liste mit den Zusatzstoffen, die in den Backwaren enthalten sind ... aber ehrlich, ich glaub, ich will gar nicht wissen, wass die chemische Industrie da alles für segensreiche Stoffe entwickelt hat. Aber auch die klassischen Bäcker verweden mehr und mehr Fertigmischungen mit allem, was da so rein muss, um für die Produktionsstraßen die immer gleiche Teigkonsistenz zu erreichen.

Grund genug, um mich auch mal darin zu versuchen, eine gesunde Alternative zu versuchen. Gesund weil eben nichts reinkommt, was nicht in ein Brot gehört ... in der Hoffnung, dass die Deklarationen auf Hefe und Sauerteig auch so stimmen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Geschmacklich nicht schlecht, leider etwas verbrannt, obwohl ich mich exakt an Temperatur und Zeit wie im Rezept angegeben, gehalten habe. Muss noch überlegen, was ich da beim nächsten Mal ändern muss.

Als Teig wählte ich einen Roggen-Mischbort-Teig, den ich noch mit Kürbiskernen versetzt habe. Ich liebe Kürbiskernbrote. Die Zubereitung denkbar einfach und kurz schwirrte mir mal durch den Kopf, in einen Brotbackautomaten zu investieren. Aber irgendwie trau ich den Dingern nicht so wirklich. Ne, vorerst wird noch von Hand geknetet und klassisch im Ofen gebacken.

Der Teig besteht je zur Hälfte (je 500g) aus Roggen-Vollkorn- und normalem Weizenmehl. Dazu noch Hefe und Sauerteig für 1 KG Mehl und etwas Salz. Mit 600-700 ml warmem Wasser dann zu einem glatten Teig kneten. 20 Min. warm stellen und gehen lassen. Dann zum zweiten Mal durchkneten und einen Brotlaib formen. Ich hab nur die Hälfte des Teiges genommen für ein Brot. Der Rest wurde zu Brötchen und einem Baguette ... leider auch etwas sehr kross geworden.

OK, die geformten Laibe nochmals 25 Minuten gehen lassen, mit Wasser bestreichen und backen.

Ich hatte, gemäß Rezept, zunächst 20 Minuten bei 250° und anschließend 40 Minuten bei 200°. Das war aber wohl zu viel und wird sicher beim nächsten Versuch reduziert.

Noch kurz zur Hefe und dem Sauerteig. Also, Trockenhefe kenne ich ja schon ettliche Jahre. Ich glaub, die gabs schon, als ich noch ganz klein war. Mit dem Sauerteig war das immer so eine Sache ... ich erinnere mich noch, dass das immer ein ziemliches geschmuddel war. Entweder beim Bäcker vorbestellen und dann abholen in einem Gefäß oder später dann in Tüten eingeschweißt in der Kühltheke. Inzwischen gibt es Sauerteig auch schon als Trockengranulat. Für die Handhabung natürlich sehr viel einfacher wie früher, aber irgendwas leidet doch sicher unter der künstlichen Trocknung. Ich weiß nicht so recht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ohne Qualitätsverluste funktioniert. Zumindest besteht dieses Granulat laut Deklaration lediglich aus Roggenvollkornmehl und Sauerteigkulturen. Dem müssen wir wohl vertrauen.

 

Bin gerade wieder über ein Lied gestolpert ... ein Lied von Reinhard Mey, den ich sehr schätze. Hört es euch an, es erklärt sich selber am allerbesten. Danach überlegt man sich so manchen Griff in die TK oder Frischetheke vielleicht zweimal:

 

 

... und er passt einfach hervorragend zu meinem UNNORMALEN Konzept, das ich hier fortführe ...