Heute mal wieder ein Ausflug in die mediterane Küche, allerdings natürlich wieder unter Berücksichtigung des saisionalen und regionalen Angebots an Zutaten. OK, ich geb ja zu, weder Feta-Käse noch Cashew-Kerne gehören im engeren Sinn zu den regionalen Nahrungsmitteln ... ich kenne beide aber nun schon so viele Jahre, dass ich sie zur Familie zähle und somit ein gern gesehener Gast in meiner Küche sowie später auch in meinem Magen. Zudem unterstütze ich durch den Kauf des in Griechenland hergestellten Käses ja durchaus deren Wirtschaft und nicht wie durch staatliche Zuwendungen lediglich die deutschen Banken ... aber ich wollte jetzt nicht in die Politik abschweifen ... essen darf auch einfach mal nur lecker sein.

Sowohl regional als auch saisonal ist auf jeden Fall der Spinat ... zumindest theoretisch. Es ist durchaus Spinat-Saison, jedoch, obwohl in der ländlichen Provinz lebend, war es mir leider nicht möglich solchen aus einheimischer Produktion zu finden. Es blieb dann bei einer Schale, abgepackt für einen Supermarkt, der Lebensmittel angeblich liebt, und aus Italien nach Deutschland verbracht wurde. Nun, zumindest passt er dadurch zu dem mediteranen Flair meines Essens ... allerdings werd ich es nie verstehen, wieso hier landwirtschaftliche Produkte aus Regionen verkauft werden (und das oft noch billiger) wenn die selben Produkte vor unserer Haustüre wachsen. Wo landen denn die einheimischen Produkte? Ich bekomm sie nicht zu kaufen, wie gesagt, obwohl umgeben von Feldern wohnend eigentlich alles regional verfügbar sein sollte. Aber ich schweife schon wieder in Richtung Politik ab ...

Was ich natürlich wieder konsequent umgesetzt habe: keinerlei chemische Zusätze oder Geschmacksverstärker jedweder Art!!! 

Herausgekommen sind heute:

Ravioli mit Spinat-Feta-Cashew-Füllung mit Tomatensose.

Die Tomatensose hatte ich ncoh von vorgestern übrig, als es Spaghetti gab. Da ich mal wieder eine Menge produziert habe, die eine ganze Familie satt bekommoen würde, werde ich mich die kommenden 3-4 Tage wohl hauptsächlich von Ravioli ernähren, allerdings wird die Sose variieren ... mehr dazu zu gegebener Zeit.

Die Zubereitung ist ... man mag es kaum glauben ... sehr einfach. OK, es ist einiges an Vorarbeit notwendig, aber das Ergebnis entschädigt für die Mühe sicherlich.

Für die Füllung:

eine Handvoll frischen Spinat waschen und in kleine Streifen schneiden. Cashewkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten und fein mahlen. Einen Würfel Feta-Käse in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Den Käse mit einer Gabel zerdrücken, den Spinat und die gemahlenen Cashew-Kerne unterheben und etwas Olivenöl zugeben. Es sollte eine geschmeidige Masse entstehen.

Spinat gewaschen ...
Cashew-Kerne geröstet ...
... und gemahlen ...
Feta-Käse in Stückchen geschnitten ...
... und alles vermischt ...

 

Der Teig:

Die Basis bildet ein klassicher Nudelteig ... das Rezept ist hier [Grundrezept: Nudelteig OHNE Ei]  nachzulesen. Diesen habe ich schon gestern Abend vorbereitet und heute dann nur noch die Weiterverarbeitung.

Den Teig in kleine Stücke schneiden und mit der Nudelmaschine zu dünnen Platten verarbeiten. Sie sollten nicht zu dünn sein, damit sie beim Füllen und Kochen nicht auseinander fallen.

Mit einer geeigneten Form (da ich keine Plätzchenausstecher mehr habe verwende ich ein normales Trinkglas dafür) ausstechen. Die Teigreste können einige Male wieder miteinander verkneten und erneut ausgerollt werden. Wenn der Teig klebt einfach etwas Hartweizengries darauf streuen. ... uups .. eine Ausstechform hatte ich doch noch gefunden ...

Der Nudelteig im Ursprungszustand ..
... ausgerollt zu Teigplatten ...
... und ausgestochen für die Ravioli.
Die Vereinigung:

Mit einem Teelöffel kleine Portionen der Füllung mittig auf die Teigbasis legen. Den Rand mit Wasser einpinseln damit er besser klebt und zusammenfalten. Den Rand mit einer Gabel vorsichtig zusammendrücken. Es darf keine offene Stelle mehr vorhanden sein, sonst löst sich die Füllung beim Kochen heraus.

... ich geb ja zu, das Füllen und verschließen der Ravioli hat schon irgendwie etwas meditatives an sich ....

 

Füllung in die Mitte..
... zusammenklappen und verschließen ...
... und fertig zum kochen.
Das Finale:

Die so vorbereiteten Ravioli können ruhig noch einige Zeit so da liegen ... Keine Hektik aufkommen lassen ...

Einen großen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen. Die gewünschte Menge Ravioli vorsichtig in das Wasser geben und etwa 6-8 Minuten leicht kochen lassen. Immer mal wieder vorsichtig umdrehen, damit beide Seiten gar werden.

Tja ... nun nur noch aus dem Wasser fischen und mit der gewünschten Sose, hier eben Tomatensose, anrichten und genießen ....

... und fertig zum Essen ...
Resümee:

lecker ... gesund ... herrlich.

Leider geht der Geschmack des Spinats etwas unter. Der Feta dominiert die Ravioli sehr. Die Cashwe-Kerne kommen auch nur schwach durch. Da muss ich noch etwas daran feilen ... beim nächsten Mal ... aber lecker war es trotzdem ....

 

 

 

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren